Keine Vorbelastung für den neue CEO der BLKB
Dringliches Postulat von Marco Agostini für die Ratssitzung am 13. November 2025
Der Landrat hat am 25. Okt. 2025 beschlossen, eine PUK einzusetzen, um die Vorgänge rund um die Tochterfirmen Radicant und Swissquote zu untersuchen. Grundlage des Entscheids war der Untersuchungsbericht von GW&P, der wesentlich Fehler, insbesondere auch beim Bankrat aufgedeckt hat. Im August verliessen der Bankratspräsident und der CEO die BLKB und auf Ende 2025 verlässt Marco Primavesi den Bankrat. Jetzt führt ein neuer Bankratspräsident und ein CEO auf Zeit die Bank. Die Wahl eines neuen CEO ist laut Public Corporate Governance Gesetz Aufgabe des Bankrats.
Der neue CEO der BLKB steht vor grossen Aufgaben: Die verunsicherte Belegschaft beruhigen, die Zukunft von Radicant klären und das beschädigte Ansehen der Bank wiederherstellen. Es ist fraglich, dass der Bankrat in der momentanen Zusammensetzung, das richtige Gremium für die Wahl des neuen CEOs ist. Zudem könnte sich das Wahlgremium für den so gewählten CEO als eine Belastung darstellen.
Für die Bank, ihre Kundschaft, den Kanton und den neuen CEO ist es daher wichtig, wenn zumindest teilweise ein erneuerter Bankrat die Auswahl trifft. Da der Prozess der CEO-Wahl bereits läuft, ist eine Neubesetzung des Bankrats dringend. Der neue Bankrat sollte konkrete und langjährige Führungserfahrung auf hoher Ebene in der Finanzindustrie haben und Bezug, Kenntnis und Verbundenheit mit unserer Region vorweisen können.
Es wird dringend beantragt, dass der Regierungsrat die Erneuerung des Bankrates unverzüglich in die Wege leitet und entsprechende Massnahmen zeitnah initiiert, um eine stabile und zukunftsfähige Führung sicherzustellen.