Interpellation: Nutzung der natürlichen CO2-Speicher im Baselbiet als Teil einer effektiven Klimaschutzstrategie

Die Schweiz soll bis 2050 klimaneutral werden (Netto-Null Emissionen bis zum Jahr 2050). Zum Erreichen des Ziels eines klimaneutralen Baselbiets bis 2050 werden unterschiedliche Massnahmen erforderlich sein. Neben dem Ausschöpfen bereits existierender und neuer Technologien sowie dem Einsatz erneuerbarer Energien wird vor allem die Nutzung natürlicher CO2-Speicher wie Wälder und Böden essenziell sein. Diesbezüglich steht heute schon umfangreiches Wissen zur Verfügung, das aber im Kanton Basel-Landschaft bisher nicht systematisch ein- und umgesetzt wird. Im Bereich Boden geht es dabei vor allem um CO2-Bindung durch Humusaufbau. Im Bereich Wald und Holz ist die Möglichkeit und Sinnhaftigkeit zusätzlicher Aufforstung im Baselbiet limitiert. Trotzdem besteht ein grosses Potenzial für effektive CO2-Bindungsmassnahmen, wenn diese darauf abzielen, den vorhandenen Holzvorrat in der Region optimal zu verbauen.

Vielen Dank für die Beantwortung folgender Fragen:

1.    Gibt es eine Strategie zur effektiven Nutzung der natürlichen CO2-Speicher im Kanton Basel-Landschaft oder gedenkt der Regierungsrat, eine solche zu formulieren?

2.    Welche Massnahmen werden heute im Zusammenhang mit der natürlichen Speicherung / Bindung von CO2 bereits umgesetzt?

3.    Welche Anreizsysteme sind in den Augen des Regierungsrats zur Förderung natürlicher CO2-Speicher geeignet?

4.    Was hält der Regierungsrat von einer erhöhten Nutzungsziffer bei Holzbauten und wie könnte ein solcher Anreiz ausgestaltet sein?

5.    Was hält der Regierungsrat von gezielten Baumpflanzungen auf öffentlichen Arealen und wie könnte diese Massnahme umgesetzt werden?

Laura Grazioli

Vizepräsidentin Grüne BL
Landwirtin

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