Budget-Antrag von Simon Tschendlik & Béatrix von Sury (Die Mitte) für die Ratssitzung vom 30. Oktober 2025

Antrag: Je CHF +80’000 für 2026, je CHF +80’000 für 2027, je CHF +80’000 für 2028, je CHF +80’000 für 2029  

Das Programm Waldpflege im Klimawandel (Ausgabenbewilligung 2025–2028, 1.555 Millionen CHF) soll für die Jahre 2026–2029 um 80’000 CHF p. a. gekürzt werden. Davon ist abzusehen.

Bereits bei der Programm-Bewilligung wurden die relevanten Akteure innerhalb der Kommissionsarbeit breit konsultiert. Ergebnis: Die Mittel liegen bereits unter dem Bedarf für die anstehenden Aufgaben. Der aktuelle WSL-Waldzustandsbericht bewertet den Gesundheitszustand im Jura-Bogen als kritisch – der Handlungsdruck steigt. Weitere Einsparungen beim dringend notwendigen Waldumbau wären nicht verantwortbar und erzeugen höhere Folgekosten für Waldeigentümer und Öffentlichkeit.

Argumente gegen eine Kürzung:

  • Prävention statt Reparatur: Jeder heute investierte Franken in Waldpflege spart morgen ein Mehrfaches an Schadens-, Räumungs- und Sicherheitskosten. Kürzen heisst die Kostenlawine ins Morgen schieben.
  • Kritischer Waldzustand: Im Jura-Bogen ist der Wald gesundheitlich angeschlagen (Trockenstress, Schädlinge, Stürme). Pflege jetzt stabilisiert Bestände und reduziert Risiken (Windwurf, Erosion, Waldbrand).
  • Unterdeckung ist dokumentiert: Die eigene Konsultation zum Programm ergab: Mittel reichen nicht für die Aufgaben. Eine Kürzung konterkariert diese fachliche Lageeinschätzung.
  • Ökosystemleistungen schützen: Kühlung, CO₂-Speicherung, Trinkwasser, Erosionsschutz, Erholung – ihr Wert liegt im Kanton bei mehreren Millionen. Leistungsabbau im Wald = teure Folgeschäden ausserhalb des Waldes.