Medienmitteilung vom 9. September 2026

Die GRÜNEN Baselland sind bereit: Für die Landratswahlen 2027 wurden alle Listen vollständig besetzt und sämtliche Kandidierenden nominiert. Gleichzeitig fasste die Mitgliederversammlung vom 8. September einstimmig klare Parolen für die kantonalen und nationalen Abstimmungen vom 29. November – unter anderem ein JA zum bezahlbaren U-Abo für Kinder und Jugendliche und ein NEIN zur kantonalen Initiative der Wirtschaftskammer sowie zum Kriegsmaterialgesetz.

Starke grüne Listen für die Landratswahlen 2027
Die GRÜNEN Baselland starten mit vollständig besetzten Listen in den Wahlzyklus 2027. Für sämtliche Baselbieter Wahlkreise konnten die vorgesehenen Listenplätze besetzt und starke Kandidierende nominiert werden. Die GRÜNEN sind damit gut und vielseitig aufgestellt und bereit für den kommenden Landratswahlkampf.

Kantonale Abstimmungen: JA zum U-Abo, NEIN zur WiKa-Initiative
Die GRÜNEN Baselland sagen einstimmig JA zur Initiative «Für ein bezahlbares U-Abo für Kinder und Jugendliche». Während Jugendliche unter 25 Jahren in Basel-Stadt 365 Franken pro Jahr bezahlen, kostet das U-Abo im Baselbiet 542 Franken. Diese Ungleichbehandlung soll beendet werden.
Ein bezahlbares U-Abo entlastet Familien, fördert nachhaltige Mobilität und stärkt die regionale Vernetzung. Die Initiative verbindet damit sozialen Klimaschutz mit mehr Bewegungsfreiheit für junge Menschen. Dass sie zur Abstimmung kommt, ist ein wichtiger gemeinsamer Erfolg der jungen überparteilichen Allianz, zu der auch die Jungen Grünen beider Basel gehören.

Die Verfassungsinitiative «Fairer Arbeitsmarkt: KMU-Arbeitsbedingungen als Richtschnur für die öffentliche Verwaltung»lehnen die GRÜNEN Baselland ab. Besonders kritisch sehen die GRÜNEN den Versuch, die Arbeitsbedingungen des gesamten öffentlichen Personals anhand von pauschalen KMU- und Branchendurchschnitten zu bestimmen. Dies könne die Rechtsgleichheit beeinträchtigen und die Attraktivität des Service public im bestehenden Fachkräftemangel schwächen.

Nationale Abstimmungen: vier einstimmige Parolen
Auch bei den nationalen Vorlagen fassten die GRÜNEN Baselland sämtliche Parolen einstimmig.
Zur Zusatzfinanzierung der 13. AHV durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer beschliessen die GRÜNEN die JA-Parole. Die zusätzlichen Einnahmen sollen zur Finanzierung der 13. AHV-Rente beitragen und den AHV-Fonds stabilisieren. Die vorgeschlagene Erhöhung wird als sozialverträglich beurteilt, unter anderem weil der Mehrwertsteuersatz auf Gütern des täglichen Bedarfs unverändert bleibt.

Zum Kriegsmaterialgesetz sagen die GRÜNEN laut und deutlich NEIN. Die geplante Lockerung der Exportbestimmungen ist fatal, und zusätzliche Möglichkeiten für Waffenexporte ohne Bewilligung und Kontrolle lehnen die GRÜNEN ab.

Auch die Volksinitiative «Ja zu fairen Bundessteuern auch für Ehepaare – Diskriminierung der Ehe endlich abschaffen!»erhält eine NEIN-Parole. Nach der Annahme der Individualbesteuerung im März 2026 hätte Die Mitte diese Initiative zurückziehen sollen – denn damit wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht, um die steuerliche Benachteiligung von Ehepaaren zu beseitigen.

Zur Feuerwerksinitiative sagen die GRÜNEN Baselland JA. Die Initiative verlangt grundsätzlich Einschränkungen bei lärmigen Feuerwerkskörpern, sieht aber Ausnahmen für Anlässe von überregionaler Bedeutung vor. Als ökologische Bewegung setzen sich die GRÜNEN konsequent für den Schutz von Natur und Tieren ein. Entsprechend unterstützen wir das Ziel der Initiative, die Umweltbelastung durch Feuerwerk zu reduzieren und Haus-, Nutz- und Wildtiere besser vor den durch Knall- und Lichteffekte verursachten Störungen und Stress zu schützen.

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